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Ubuntu überall

Verfasst von triggeredupdates am März 28, 2009

Durch einen Blogeintrag auf dem Planeten Ubuntu bin ich eben auf eine kleine Leckerei namens Portable Ubuntu gestoßen. Mit Portable Ubuntu ist es, wie der Name schon sagt, möglich, ein virtuelles Ubuntu auf einem Windows Host laufen zu lassen ohne dabei vorher eine Installation, z.B. einer Virtualisierungssoftware, tätigen zu müssen. Sehr nett, wenn man Linux zb auf einem Betriebsnotebook laufen lassen will, auf dem man nichts installieren darf. Ähnlich dem Nahtlos Modus bei Virtualbox integrieren sich die Ubuntu Elemente in die Windows Oberfläche, sodass man on-the-fly zwischen den Systemen wechseln kann. Im Hintergrund läuft dabei Colinux, ein kleines Virtualisierungstool für Windows ohne viel Schnickschnack.

Portable Ubuntu

Portable Ubuntu

Der erste Eindruck ist größtenteils positiv. Auf der Projektseite erhält man ein ca. 400Mb selbstentpackendes Archiv, dass nach dem entpacken etwa 2 GB einnimmt. Leider ist die Doku noch nicht sehr ausführlich, was angesichts des noch sehr jungen Alters des Projekts aber nicht weiter schlimm ist, zwei Klicks auf TrayRun.exe starten dann allerdings ein kleines Tray Icon, mit dem man Ubuntu zum Leben erwecken kann. Nach wenigen Sekunden öffnet sich am oberen Bildschirmrand ein Gnome-Panel und man kann loslegen.

Die Integration von Portable Ubuntu beschränkt sich bisher auf den Nathlos Modus und ein paar Kleinigkeiten wie Copy&Paste Interaktion. Ansonsten arbeiten die Systeme scheinbar getrennt. Das virtuelle Ubuntu verfügt über eine Netzwerkanbindung über NAT und bindet das Laufwerk C des Windows-Systems in den Ordner /mnt ein. Inwieweit man Colinux anderweitig konfigurieren kann, muss ich noch ergründen.

Und zum Schluss noch ein kleines Schmankerl: Im Gegensatz zu vieler anderer Software für Windows verlangt Portable Ubuntu keine Administratorrechte und läuft nur mit Benutzerrechten – so zumindest laut dem Autor des Blogeintrages aus dem Ubuntu Planet. Die Angaben des Taskmanagers scheinen das zu bestätigen.

Update 30.03: Nachdem ich nun ein paar Stunden mit Portable Ubuntu gespielt habe, flaut die Begeisterung auch wieder ab. Zwar scheint alles auf den ersten Blick recht flott zu laufen, leider fängt die virtuelle Maschine sobald ich eine PDF öffne gewaltig das Husten an. Das Scrollen geht dann nur sehr zäh und der Seitenaufbau dauert bald 20s. Sehr schade, die nächsten Releases werde ich mich aber wieder anschauen, evtl tut sich ja in der Richtung etwas.

9 Antworten zu “Ubuntu überall”

  1. EnTeQuAk sagte

    Naja, das es „nur mit Benutzerrechten” läuft stimmt nicht so ganz. Laut meinem Probelauf braucht irgendwie FSUTIL Administratorrechte. Zumindest bekomme ich diese Fehlermeldung sofern ich es via cmd.exe starte. Ich hatte so gehofft endlich auf dem Arbeitsrecher mal wieder ordentlich arbeiten zu können :-)

    Mal schaun obs da noch was gibt.

    Grüße, Christopher.

  2. Hups sagte

    Der Bericht hat mich neugierig gemacht und ich wollte das portable Ubuntu auch mal antesten.
    Bei mir unter Vista und XP (hier als Admin) passiert allerdings nach einem Doppelklick auf die TrayRun.exe nichts.
    Ebenso hat es ein Kollege mit WIN7 und XP probiert. Auch dort keine Reaktion.
    Schade, ich werde das wohl bei einer nächsten Version nochmal probieren.

    • triggeredupdates sagte

      Hi,

      hast du auch die Datei run_portable_ubuntu.bat probiert? Die sollte das Tray Icon und die virt. Maschine starten.

    • Hups sagte

      Ja, die beiden bat-Dateien habe ich auch ohne Erfolg probiert.
      Unter den Prozessen sehe ich auch nicht, das irgendwas zusätzliches läuft.
      Naja, wie gesagt klappt es vielleicht in einer der nächsten Versionen.

  3. triggeredupdates sagte

    Wird fsutil denn noch für andere Zwecke als zum gelegentlichen Vergrößern des Images benötigt? Ich kann es bei mir während der Laufzeit von Portable Ubuntu nicht in der Prozessliste finden.

    Wenn nicht, ließe sich das Image auch auf dem Heimrechner vergrößern, um es dann auf dem Arbeitsrechner zu nutzen.

  4. Reiner sagte

    Hört sich ja nett an, aber bei mir startet das Teil auch nicht. Da werde ich wohl auch auf die nächste Version warten müssen.

  5. Philipp sagte

    Hab’s probiert und bin ebenfalls über die Adminrechte gestolpert.
    Die Treiberinstallation von CoLinux benötigt Adminrechte.
    http://colinux.wikia.com/wiki/FAQ#Q0._Do_I_need_Administrator_rights_on_my_Windows_computer_.3F

    An sich ist die Sache gut gemacht, Audio funktioniert, Xming etc., die Tastaturbelegung müsste man noch irgendwo anpassen…
    Letztendlich finde ich virtualbox im seamless mode besser

  6. grube300 sagte

    Ist vorteilhaft, in \Portable_Ubuntu\config\portable_ubuntu.conf den Speicher etwas hochzusetzen (384M), und natürlich den Nameserver einzutragen (z.B. direkt in /etc/resolv.conf), dann funktioniert es ganz gut.
    Lässt sich auch mit dem Update-Manager auf stand halten.

  7. Dani sagte

    Vielleicht hilft das hierweiter:

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