In meinem Notebook werkeln ein AMD Turion TL-60, 2 GB Arbeitsspeicher und ein NVIDIA Geforce 8400M Grafikchip. Man könnte meinen, dass das noch gerade so mit Ach und Krach ausreichen könnte, um Videos oder Filme anschauen zu können. Natürlich stimmt das auch.
Spätestens bei HD Aufnahmen, die wenigstens 720p als Auflösungsnorm verwenden und meißt h264 kodiert in einem Matroska-Container liegen, ist aber Schluss mit lustig. 720p/1080p Aufnahmen sind beherrscht von Ruckeln und Abstürzen des Players, wenn überhaupt mal ein Bild angezeigt wird (SMPlayer/MPlayer und VLC nehmen sich da beide nicht viel). Den Abstürzen, die desöfteren bei Sprüngen oder Wechsel in den Vollbildmodus und zurück auftreten, bin ich noch nicht Herr geworden, vermute allerdings die Schuld beim propiertären NVIDIA-Treiber, da oft nicht nur der Player abstürzt, sondern auch gleich das gesamte System “Auf Wiedersehen” sagt. Das Ruckeln konnte ich glücklicherweise beseitigen.
Unter der rießigen Vielfalt an Einstellungen bietet (S)MPlayer nämlich die Möglichkeit, MPEG1/2 und h264 in mehreren Threads zu dekodieren. Hier habe ich die Anzahl von 1 auf 4, mit der ich das beste Ergebnis erzielt habe, erhöht. Zusätzlich habe ich beim Loop Filter die Option “Überspringen nur bei HD Videos” gesetzt. Das verspricht noch mal einen Geschwindigkeitsschub bei nicht sichtbarem Qualitätsverlust.
Wer eine NVIDIA Grafikkarte besitzt und den hauseigenen Treiber verwendet, kann zudem Grafik auf die Grafikkarte verbannen und als Ausgabegerät “vdpau” einstellen, wobei ich den Verdacht habe, dass das zu weiteren Instabilitäten führt.
Zum Schluss würde es mich sehr interessieren, wer von euch mit ähnlicher Hardware bestückt ist und ohne zusätzliche Einstellungen unter Ubuntu HD-Videos problemlos (also flüssig und ohne Abstürze beim Springen bzw. Wechsel des Vollbildmodus) wiedergeben kann oder ähnliche Probleme hat. Schwache Hardware mag ich nämlich ausschließen, zumal sogar Netbooks damit Werbung machen, HD ohne Probleme wiedergeben zu können. Im Moment halte ich daher eine Kombination aus mäßiger h264 Unterstützung, was durchaus verständlich ist, und NVIDIA-Treiber für die Schuldigen dieser Problematik.
Update: Ein weiterer geschickter Schachzug ist das Abschalten der Funktion “Überspringen von Bildern”. Damit laufen sogar 1080p Aufnahmen vollkommen reibungslos. Das Wechseln in den Vollbildmodus und Zeitsprünge machen auch keine Probleme mehr.









