Nach dem gestrigen Kernel-Update für Hardy habe ich mich dazu entschlossen auf den neuesten stabilen Nvidia-Treiber upzudaten, da ich sowieso das Modul neu bauen musste (ok mit dkms wäre mir das nicht passiert
, der Treiber einige neue Features mitbringt und insgesamt perfomanter sein soll.
Doch die Installation läuft anscheinend nicht immer reibungslos. Nach der Erstellung des Kernel-Moduls wird man von der Fehlermeldung aus dem Schlaf gerissen, der Installer könne die Datei libglx.so nicht finden. Trotzdem scheint die Installation erfolgreich abzuschließen und das Modul läd ohne Fehler, die Datei libglx.so und das Ziel libglx.so.180.22 sind an ihrem Platz – nur leider startet X dann im Low-Graphics-Modus.
Den Fehler lässt sich glücklicherweise recht leicht umgehen. Zuerst sollte man den Nvidia-Treiber wieder deinstallieren. Nun entpackt man das Installer-Archiv und kopiert die Datei libglx.so.180.22 in das entsprechende Verzeichnis:
$ sh NVIDIA*.run -x
$ sudo cp NVIDIA-Linux-x86_64-180.22-pkg2/usr/X11R6/lib/modules/extensions/libglx.so.180.22 /usr/lib/xorg/modules/extensions/
Damit der Installer zufrieden ist, muss man schließlich die Datei libglx.so auf libglx.so.180.22 zeigen lassen:
$ sudo ln -s /usr/lib/xorg/modules/extensions/libglx.so.180.22 /usr/lib/xorg/modules/extensions/libglx.so
Jetzt sollte die Installation ohne Probleme ablaufen und X wieder durchstarten.
Auf den ersten Blick konnte bei dem neuen Treiber keine wesentlichen Geschwindigkeitsverbesserungen feststellen, eher reichlich Probleme mit Compiz unter Hardy. Da für mich allerdings auch die 3D-Fähigkeiten von Metacity mehr als ausreichen, begnüge ich mich damit. Hier fällt mir auch schon eine Verbesserung auf: Das Scrollen im geöffneten Firefox-Fenster geht nun wesentlich runder von Statten, bisher war das mit aktiven Metacity-Effekten sehr unschön und CPU-lastig.
Mal sehen, was sich noch so im Alltagsbetrieb hervortut
